Lebenslieder

So, damit es hier nun auch mal wirklich einen themenbezogenen Eintrag gibt ^^

Seit ich denken kann begleitet mich Musik. Das hab ich glaub ich schonmal gesagt. Meistens gibt es ein ganz besonderes Lied, bei dem es in meinem Kopf aussieht wie in diesen typischen Filmszenen: das Umfeld verschwimmt, wird kaum noch wahrgenommen, man spürt nur sich selbst und das Lied. Von diesen Liedern möchte ich euch nun ein bisschen erzählen. Wer kennt solche Erfahrungen? Was sind eure Lebenslieder?

Begonnen hat alles – ja, ihr dürft ruhig lachen – mit David Hasselhoff. Als ich ca. 3 Jahre alt war, war ich in den Kit, Michael Knights Auto, verliebt. Ich habe mir steif und fest eingebildet, dass der Traum, in dem er bei mir war, real war (warum versuchen Erwachsene eigentlich immer, Kindern solche Dinge auszureden?). Jedenfalls haben mir meine Eltern damals die Kassette von ihm gekauft. Und dann habe ich rauf und runter immer nur ein Lied gehört: Limbo Dance!

Das nächste Lied, zu dem ich immer hüpfend durch die Wohnung getänzelt bin, ist von einem mittlerweile ziemlich verfallenen Menschen, der in London Abschlusskonzerte geben wird für die kaum Karten zu ergattern sind. Um wen geht es? Na klar, den Herren, der gesungen hat ‚It don’t matter if you’re black or white‘ und das demonstriert hat indem er sich einfach umfärben ließ. Das war allerdings nicht das Lied. Nein, es war ‚Heal the World‘. Ich mag das bis heute. Das Video finde ich immer noch rührend. Mr. King of Pop Michael Jackson, damit haben Sie wirklich was Wundervolles in die Welt gesetzt.

Dann gabs immer wieder so dazwischen ein Lied, nachdem ich jahrelang gesucht und das ich erst vor zwei Jahren wiedergefunden habe. Reinhard Mey. Reinhard Mey gehört zu den Musikern, die mich das Autofahrenundmusikhören lieben gelehrt haben. Mit meiner Mama im Auto, singend in die Steiermark. Und am liebsten zum vermeintlichen ‚Dreigroschenroman‘, der eigentlich ‚Das Leben ist‘ heißt. Je mehr du es kennst desto mehr siehst du ein: du kennst es nicht. Ob richtig ob falsch weißt du erst hinterher. Zum Lachen wenn es nicht zum Weinen wär. Was wundert dich dann eine Träne in einem lachenden Gesicht?

Kurz danach war der Hype um die langhaarige singende Großfamilie. Für den Hype war ich zu jung. Aber An Angel von – richtig – der Kelly Family hat hier trotzdem eine kurze Erwähnung verdient.

Und schwupps, waren wir schon in der Teenie-Zeit. Das Lied heißt ‚I like‘ von ‚The Boyz‘. Sonst kenn ich kaum was von denen, aber alle Leute, die mit mir damals auf Schikurs waren können sich auch heute noch an mich und diesen Boyband- Song erinnern. Ähem…

Wenig später kam das Lied, das mich wohl die längste Zeit begleitet hat und das die meisten Leute, die mich schon länger kennen, mit mir in Verbindung bringen. It’s my Life von Bon Jovi. Man mag zu ihm und seiner Musik stehen wie man will. Aber den Text sollte man sich zu Herzen nehmen. Jeden Tag aufs Neue. It’s now or never. I ain’t gonna live forever. I just wanna live while I’m alive. Es wäre schön, das nicht immer zu vergessen.

Nach dem Ende meiner Schulzeit und zu Beginn des neuen Lebensabschnitts gab es auch wieder neue Musik. Drei Jahre lang waren es zwei Lieder, die sich um Platz eins gebattelt haben. Smells like Teen Spirit. Im U4. Mit ganz viel Nebel. I’m worse at what I do best. Lenas Zeile. Out little group has always been and always will until the end. Das hat mir auch mal viel bedeutet. Und dann noch Basket Case.

Doch auch diese Zeit ist vorbei. Leider. Sage ich aus tiefstem Herzen. Doch mich hat ein neues Lied gefunden. Ein Lied, das schon uralt ist (genau wie alle anderen hier erwähnten, jaja), aber anscheinend haben es auch die Wiener DJs wieder für sich entdeckt, es hat gerade ein ziemliches Revival erlebt. Und es ist von Queen. Deren Genialität ich erst in den letzten Wochen so wirklich bemerkt habe. Es heißt Don’t stop me now. On a collision course. Wie er dieses collision singt. Wahnsinn. Und es ist so schön. Es ist so Party. Es ist so sorgenfrei. Und man kann die eigenen einfach mal kurz beiseite lassen und mit ein paar hundert Leuten zu Mr. Mercury aus Sansibar lauthals mitsingen und jumpen.

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23 Gedanken zu “Lebenslieder

  1. Erinnert einen wunderbar an die eigene Vergangenheit *Schmunzel*

    Ich höre gern Musik und sehr viele Lieder oder Bands verbinde ich direkt mit Personen, Orten oder Ereignissen.

    Mit Pur war ich zum ersten Mal verliebt, mit James Blunt (Goodbye my Lover) und Damien Rice so richtig schön schlecht drauf und mit Kettcar hab ich die Idiotie des Lebens akzeptiert. Bei Grönemeyers Mambo muss ich unweigerlich tanzen, zu Coldplay kann man wunderbar baden und mit Madsen sich so richtig gehen lassen. Es gibt noch unzählige andere Lieder, bei denen ich sofort Kopfkino hab.

    Meine neuste Errungenschaft ist Philipp Poisel, der meine Gedanken auch wunderbar einfängt.

    Wahnsinn .. was wäre das Leben wohl ohne Musik?!

    • kettcar! ich liebe sie so sehr. aber leider kann ich sie nicht mehr hören, das tut zu sehr weh. aufgrund dessen habe ich im winter sehr viel rosenstolz gehört. blaue flecken und wie weit ist vorbei vom neuen album oder auch an einem morgen im april sind textmäßig einfach ein hammer.
      leben ohne musik wäre… graustufen. irgendwie.

  2. oh das ist ja ein tolles erstes thema für den blog. müsste vielleicht auch mal ein paar lieder aus anderen lebensabschnitten raussuchen. 😀
    für kit war ich leider zu jung, aber mein bruder hat das gesehen und ich weiß, dass ich’s auch geschaut habe, aber null erinnerungen daran. 😉
    ebenso michael jackson. aber das ist – zusammen mit scooter – die erste musik, an die ich mich erinnern kann, die hier lief (neben der mini playback show natürlich XD).
    reinhard mey sagt mir auch nur über den wolken was und, dass er immer eine gitarre dabei hat. klischeehaft ich weiß. ^^ aber der text hört sich nicht schlecht an, ist es vielleicht mal wert gehört zu werden.
    kelly family – kein kommentar XD und so eine boyband-phase hatte doch jeder oder? aber the boyz kenn ich zum beispiel gar nicht.
    bon jovi ❤ toll toll toll und green day und nirvana und überhaupt. du hast geschmack, das mus man dir lassen. 😉 und queen. ja, da bin ich auch irgendwie mit aufgewachsen und ich mag sie bis heute und hör sie mir gern an, aber die version kenne ich nicht. findet man die irgendwo zum reinhören? (wow ist das ein monster kommentar)

    • scooter, haha, ja, die waren bei mir auch so anfangs-bravohits-zeit. und haben sich bis heute nicht besonders verändert.
      reinhard mey musst du unbedingt mal reinhören. der hat unglaublich tolle lieder. vielleicht findest du bei youtube oder last.fm was? eben ‚das leben ist‘, ‚abschied‘, ‚der unendliche tango der deutschen rechtschreibung‘, ‚antragsformular‘, ‚das etikett‘ – wenn ich anfange alle super lieder von ihm aufzuzählen werde ich nicht fertig. udo jürgens hat übrigens auch geniale texte, aber da haben mir immer alle gut gefallen, da gabs nicht ein spezielles lied, deswegen ist er nicht in der liste.
      the boyz waren nicht besonders bekannt. the minute war ziemlich cool iregndwie. ich war ja sonst auch eher – wie gesagt – der CITA oder BSB anhänger. spice girls waren dafür nicht so meins. oli p. schon, hahaha!

      danke (= ich mag meinen musikgeschmack – zumindest wie er jetzt ist =D – auch recht gern. ich finde das ist ganz passable musik, nicht zu extrem, ein gemisch aus bisschen unbekanntem und dingen die näher am kommerziellen sind und recht bunt gemischt.
      queen müsste eigentlich auch bei youtube sein. oder gibts da jetzt tatsächlich keine musikvideos mehr? vor ein paar wochen hab ich mir da alles angeschaut!
      monster-kommentar retour (=

  3. ich werd mir die genannten lieder auf jeden fall mal zu gemüte führen. oh oli p. XD erverfolgt mich, meine beste freundin war damals in der grundschuler der größte fan. und ich war dann so gesehen mitgehangen, mitgefangen. 😉

    richtig ein schönes buntes gemisch, aber bei mir ist das genauso und je nach gefühlslage kommt eine richtung öfter in den player als eine andere.

    ich weiß es nicht. aber ich hab noch musikvieos gesehen gestern. find das eh quatsch jetzt alles aus youtube löschen zu wollen. wer wie ich kein musikfernsehn schaut hat dann halt pech. 😉 dann mach ich eben öfter wieder das radio oder mein itunes an.

  4. jaaa und dann musst du mir sagen was du davon hältst (=
    hihi das find ich lustig. ich war damals einfach wirklich un-be-schreib-lich-er GZSZ-fan und dementsprechend auch oli p. (eine damalige freundin verbotene liebe – glaub ich +g+ – und christian wunderlich, welch ein battle =D). war sogar auf seinem konzert. habe da auch eine freundin mitgeschliffen (; und meine mama ^^ das waren zeiten.

    ja, das find ich auch irgendwie das tolle. es gibt zu jeder stimmung, jahreszeit, zu jedem menschen und allem die richtige musik. ein soundtrack fürs leben. wunderbar.

    ich finde das auch total dämlich. bin ja gespannt wie das letztendlich ausgeht. aber so irre können die ja nicht sein, dass sie das platzen lassen und dass man das dann dort nicht mehr anschauen kann. dieser ganze rechtsstreit im internet über immaterielle güter und weiß der teufel was alles ist schon ziemlich mühsam /=

  5. wow, kampf der giganten (christian wundrlich.. sagt mir was, aber ich hab da gerade kein gesicht zu *mal googlen geh*).
    ich musste meine mama zu meinen konzerten nicht schleppen, die fand die band bald noch besser als ich. 😀
    binhier gerade auf eine idee gekommen mit den gefühlslagen, vielleicht kannst du dir ja auch für den blog übernehmen (gesetzten falles, dir gefällt die idee :P). einfach lieder zusammen suchen, zu einem thema. ich werde das vielleicht für mich mal beibehalten.

    ja ist eigentlich totaler quatsch. als wäre das momentan das größte problem auf erden. bin auch mal gespannt, wie sich das noch entwickelt.

    hab übrigens jetzt den eintrag für meine „lebenslieder“ geschrieben, auch wenn ich weniger die einzelenn lieder genannt habe, wie mir im nachhinein aufgefallen ist, aber naja . XD

    • hehe, na, hast du ihn schon gegoogelt? das war so ein schmaler blondie mit pagenkopf in die richtung. und sensiblen blauen augen. was er gesungen hat weiß ich allerdings nicht mehr (=
      echt? das ist ja cool. nein, also meine kann sich jetz gar nicht mehr so mit der musik anfreunden die ich mag. schade eigentlich. aber so is das eben.
      wie meinst du mit den gefühlslagen? meinst du, in welcher situation ich jetzt welche musik höre? das sollte mal der nächste beitrag werden, wenn ich bisschen kopf frei habe (=

  6. ich wäre jetzt nicht drauf gekommen, was der name bedeutet, wenn ich’s eben nicht gelesen hätte… genial! *lach*
    hach, lebenslieder… was wäre das leben ohne musik!
    don’t stop me now ist wirklich toll, und it’s my life hat schlichtweg einen durch und durch treffenden text! alle songs, die du genannt hast, kenne ich allerdings nicht, da muss ich glatt mal recherchieren gehen. =)
    die idee für den eintrag finde ich jedenfalls super!
    durchs lesen ist mir gerade auch wieder meine alte liebe zu don johnson (sowohl als musiker als auch als schauspieler) eingefallen. und miami vice und zu dessen soundtrack. hach, das waren noch zeiten! und am bedeutungsvollsten sind für mich wohl in extremo. die haben mich irgendwie geprägt und ich wollte sie in meiner musiksammlung nicht mehr missen, auch wenn’s ne zeit gegeben hat, wo das hören zu sehr wehgetan hat.
    (irgendwie interessant, mal die wichtigen lieder und bands aus der vergangenheit durchzugehen. hehe. =))

    • hihi, das is ja das witzige, dass da absolut niemand draufkommt, nichtmal leute, die die band gut kennen. tja, so is des. aber so bekannt sind sie ja (leider) nicht. den meisten sagts auch übersetzt nix (=
      du sagst es, was wäre das leben ohne musik. die ohren spielen schon auch eine enorme rolle. habe auch grade im anderen blog nen text in der art geschrieben über gerüche weil ich genauso lebensdüfte hab +g+ aber ich weiß noch nicht, ob ich den veröffentlichen werde. mal sehen.
      naja, wenn du zeit hast kannst du sie ja mal auf youtube anhören. ist ein recht buntes gemisch, was ich da aufgezählt hab (=
      don johnson? cool (=
      in extremo kenn ich so gar nicht. also nur vom namen. ist das so ein bisschen mittelalterstyle?
      mir gehts momentan so mit kettcar. ich liebe sie, aber ich kann sie mir einfach nicht anhören…

  7. Klasse Idee mit den Lebensliedern. Dummerweise kann ich mich so gar nicht mehr an die Lieblinge meiner Kinderzeit erinnern… Vielleicht fällt es mir noch ein…. Das Stöckchen hab ich mir schon mal gemerkt.

  8. Oooooh, was für ein toller Blog!!!
    Ganz gebannt hab ich den Eintrag gelesen, bis es zur Kelly Family kam. Da musste ich tierisch laut lachen. Herrlich!!
    Liebe Grüße

    • das freut mich dass es dir gefällt. hier wirds halt immer mal wieder, wenn mir was musikalisches über den weg rennt, irgendsolche beiträge geben. also kannst ihn ja abonnieren wenn du lust hast. ich würd mich freuen. vor allem wenn du dann deinen senf dazu gibst und mir vielleicht neue musikalische highlights bescherst (=

      • Dein Musikblog ist schon in meinem Google Reader 🙂
        Ich für meinen Teil werde gleich mal in meinem Kleiderschrank für Ordnung sorgen. Denn seit meinem Umzug (Weihnachten letzten Jahres) hab ich einfach nur alles reingeschoben. Doch es wird Zeit, das zu ändern.
        Dabei werde ich mir dann nochmal die Depeche Mode Live DVD 101 reinziehen. Denn seit ein paar Monaten bin ich auf einem mega DM-Trip… 😀

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