Das war das FQ 2010

Seit August will ich ein paar Pics zu diesem Beitrag dazuladen und habe ihn deswegen noch nicht online gestellt. Ich verzichte auf die Pics und veröffentliche den Beitrag beinhart ohne. Über den Sommer ist der Konzertblog ja ein wenig eingerostet, da sonst keine Konzerte stattgefunden haben. Da es jetzt aber bald wieder losgeht sollen keine ‚Altlasten‘ in den Entwürfen tümpeln (=

***

Sonnig und heiß – die Schlagworte des 10. FM4-Frequency Festival im VAZ St. Pölten. Zusammenfassend kann ich sagen: Frequency, I love you. And I’ll be back.

So überblicksmäßig kann man sich also vorstellen, dass es gut war (=

Es gab wenig Überschneidungen der Bands, die ich gerne sehen wollte. Der Shuttlebus-Service hat verhältnismäßig gut funktioniert. Normale Sanitäranlagen waren überlaufen, aber ausreichend vorhanden. Die Menschen waren in Partystimmung, aber friedlich. Und die Konzerte konnten sich echt sehen lassen.

Zu bekritteln waren einzig die Einteilung der Stages und die Preise, denn 1,50 (exkl. 1 € Becherpfand!) für 0,2l Soda sind schon mehr als fragwürdig. Auch die Futterstandln waren großteils heillos überteuert. Sehr zu empfehlen waren allerdings die Crêpes – 3€ für eine Riesenteigrolle mit Nutella und Marmelade ist wohlfeil.

Nun aber zum Kern der Geschichte, die Konzerte. Ich gehe in chronologischer Reihenfolge vor.

Donnerstag, 19. August:

Den Kick off des heurigen FQ gaben für mich heuer Mumford and Sons. Eine britische Folk-Rock-Band, um sie nach Wikipedia in eine Nomenklatur einzuteilen. Ich mag ihren Stil sehr und stehe total auf Winter Winds. Aber auch Little Lion Man sind absolut hörenswert. Der Rest selbstverständlich auch, aber die beiden Songs sind richtige Ohrwürmer. Sie haben auf der Bühne gehalten, was sie auf den Records versprochen haben. Das Konzert war eine schöne Einstimmung und ich würde sie mir auch auf jeden Fall noch einmal anschauen, wenn sie nach Wien kommen.

Weiter ging es dann zu den Shout Out Louds, die ich ja seit geraumer Zeit immer mal wieder höre. Hierbei handelt es sich – wenn man der öffentlichen Enzyklopädie Glauben schenken kann – um eine schwedische Indierock-Band. Ein gemütliches, tanzendes Konzert mit schrägen Instrumenten und guter Stimmung, für ein Nachmittagskonzert berechtigterweise gut gefüllt. Wollte ich mir schon längst einmal live anschauen, hat sich also gut ergeben.

Next Stop waren Bad Religion. Die feiern heuer – wie sie sagten – ihr 30jähriges Bandjubiläum. Schon ganz schön beeindruckend, so lange in diesem Genre im Geschäft zu sein. Eine routinierte, amerkanische Punk-Rock-Band mit einigen Burnern, bei denen  man richtig schön rocken kann. Ich kannte nicht viel, muss ich gestehen, aber die paar Songs, die ich kenne, gefallen mir gut. Besonders: Infected und Punk Rock Song. Haben gute Stimmung gemacht und sich selbst ein bisschen aufs Korn genommen.

Danach haben wir kurz bei Marina and the Diamonds reingehört. Hollywood gefällt mir ja sehr gut, der Rest war nicht so meins. Viel langsamer und mit weniger einprägsamem Rhythmus und keine so ins Ohr gehende Melodie.

Der krönende Abschluss des Abends war auch das Top-Konzert des Festivals: MUSE. Eine Band, die ich seit langem immer mal wieder höre und doch mehr Lieder kannte als ich dachte. Bis auf 2 oder 3 nämlich alle, die sie gespielt haben ^.^

Die Stimmung war genial und die Lightshow und die Musik einfach Wahnsinn. Die Aufteilung der Songs war auch super gewählt – ganz frühe Songs, ganz neue Songs und ein bisschen was dazwischen. Ich liebe die alten Lieder, besonders Time is Running Out. New Born, Bliss und In Your World waren leider nicht dabei. Dafür Resistence und Undisclosed Desires – btw das unkitschigste, schönste Liebeslied das ich kenne und DIE Gänsehautnummer des Festivals.

Freitag, 20. August:

Ein erholsamer Tag, ein bisschen zum Relaxen und einfach die Festivalstimmung genießen. Serj Tankian war toll, stimmlich super und wie gewohnt kritisch – dabei aber immer sympathisch. Er hat ein bisschen einen Muezzin-Touch, aber dafür einen unverkennbaren Stil.

The Klaxons nur nebenbei verfolgt. Hat sich aber gut angehört und dazu motivert, etwas mehr in die Band reinzuhören.

We are Scientists hat mich ein bisschen enttäuscht. Ich kannte nur 2 Nummern (VIEL mehr Lieder kannte ich nicht, aber trotzdem). Sie haben für mich persönlich ein wenig arrogant gewirkt und waren musikalisch nicht so mitreißend.

Samstag, 21. August:

Zu guter Letzt noch einmal Vollgas! Gestartet mit The Beth Edges, einer sehr jungen und sympathischen Band aus Linz, in einer vollen plingg Weekender Halle. Das einzige Lied, das ich wirklich kannte, war Work Things Out. Trotzdem war ich motiviert, mitzutanzen und zu -summen. Da könnte nochwas draus werden.

Dann ein bisschen gechillt bei Johnossi (mal anhören!) und letztendlich zu Wir sind Helden mit voller Power abgegangen. Sie haben viele alte Songs gespielt und vor allem viel Rockiges, was mir total gepasst hat. Eröffnung mit Denkmal, einem Song, den ich seit Februar 2003 heiß und innig liebe. Weiter gings mit Von Hier an Blind. Guten Tag (Die Reklamation) und Wir müssen nur wollen durften natürlich nicht fehlen. Mein persönliches Top war aber Nur ein Wort, eines meiner Lieblings- und an-den-schönsten-Sommer-Erinnerungslieder. Eindeutig das spritzigste und hüpfigste Konzert. Wenn sie wiederkommen bin ich voraussichtlich dabei, in der Hoffnung, auch mal Alphamännchen und Aurelie live zu hören.

Dann gings wieder retour zur Race Stage und zu Billy Talent. Den habe ich 2007 schon einmal gesehen. Damals hat er mich irgendwie mehr mitgerissen als dieses Mal. Surrender war aber  Top, Fallen Leaves und Red Flag super. Devil in a Midnight Mess hab ich dank Klowartezeit leider verpasst. Der Rest war eher solala.

Den Abschluss bildeten dieses Mal die Toten Hosen. Die einzige Überschneidung hier, denn Fettes Brot hätte ich auch gern gesehen. Allerdings fand ich einmal Hosen fast ein Must und ich hab es auch nicht bereut. Anfangs hat es mir nicht so gut gefallen (punkiger als erwartet, die Lieder kannte ich nicht und waren mir etwas zu lärmig), aber mit der Zeit kamen immer mehr Nummern, bei denen ich mitspringen und -gröhlen konnte und dann war es super. Hier kommt Alex, Alles Wird Vorübergehen, Steh auf wenn du am Boden Bist, Sasche, Bonny und Clyde, Alles aus Liebe und sogar 10 Kleine Jägermeister (zu diesem Lied habe ich ein sehr liebevolles Verhältnis, da wir es in der Volksschule schon gesungen haben, jaja =D ).

Den Night Park habe ich dieses Jahr ausgespart, um für die Konzerte fit zu sein. Nach den Hosen wollten wir schnurstracks nachhause, hatten aber dann noch Shuttlebusaction weil der Einweiser unbedingt flirten musste, das war ein bisschen ärgerlich. Dafür haben wir dann ein wunderschönes Handy gefunden, das wir natürlich nicht behalten haben sondern der Besitzerin zum Bahnhof gebracht haben (dafür habe ich eine super-herzliche Umarmung bekommen).

Alles ist leider irgendwann vorbei und das Frequency ist vorüber. Wenn ich aber nicht gerade auf Erasmus weile bin ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei!

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