Wir sind auf der guten Seite!

Sportfreunde Stiller Stadthalle Wien

Wie zu erwarten war hinterlässt das Sportfreunde Stiller Konzert nun auch hier seine Spuren. Als ehemaliger ausschließlicher Konzertblog muss das ja fast sein 🙂 Und es war so schön, dass es zu schade wäre, es unerwähnt zu lassen – denn es war erst das 2. Konzert meines Lebens, bei dem ich JEDES Lied kannte. Und die Setlist einfach ganz wunderbar fand!

Peter und Co, aka die Sporties, begleiten mich nun seit bereits 12 Jahren. Oder viel mehr habe ich sie im Sommer vor 12 Jahren für mich entdeckt und einen ganzen Sommerurlaub hindurch auf und ab gehört. Dann hat langsam die Weggeh-Zeit begonnen und auf Clubbings wie auch in Discos durfte unter anderem eines nie fehlen: Ein Kompliment. Das ist auch heute noch fixer Bestandteil vieler DJ Sets. Obwohl sie damals so oft in Österreich zu Gast waren, hat es sich nie ergeben, dass ich sie einmal live gesehen habe. Erst 2014.

Nun aber zum Konzert und den Hightlights:

In der Woche davor habe ich begonnen, mich ins Album „New York, Rio, Rosenheim“ reinzuhören und habe sofort einige Ohrwürmer daraus mitgenommen:

Hymne auf dich – man darf sich auch mal selber auf die Schulter klopfen. Wurde als Opener gespielt.

Der titelgebende Song des aktuellen Albums: New York, Rio, Rosenheim – geht einfach rein wenn man die klassischen Sportfreunde mag.

Was mir gut gefallen hat ist der Fokus auf die schönen Dinge des Lebens. Ich hatte das Gefühl, dass das Konzert ein bisschen eine Hymne an das Leben war. Damit kann man bei mir immer punkten 🙂

Fast wie von selbst – da habe ich es sehr vermisst, dass meine bessere Hälfte keinen Facebook-Account besitzt, wo ich das grade hätte posten können 😉

fast wie von allein
jedoch niemals ohne dich
möchte ich sein.

Und dann kamen natürlich auch die alten Nummern, die mich instant in eine Zeitkapsel versetzt haben. Wenn ich eine Band live sehen darf, deren Musik sich in mein Herz gespielt hat, dann ist das immer wie Weihnachten als Kind. Gefühle, auf die ich sonst kaum noch Zugriff hab, weil das einfach Emotionen sind, die durch etwas Äußeres ausgelöst werden – Musik gehört zu den wenigen Dingen, die dazu fähig sind.

7 Tage 7 Nächte – obwohl ich heute noch grüble, was diese 68 Stunden sein sollen (Liveversion, da es anscheinend keine Album-Version des „Originals“ gibt)

Besonders schön und mein persönliches Überraschungshighlight:

Siehst du das genauso:

Ging es nach mir, sollten wir
vielmehr aufeinander schauen,
wofür es alles zu geben lohnt
ist ein großer Traum
Ein einziger freundlicher Blick
macht manchmal wieder alles gut,
ein guter Freund – neuen Mut

Denkst du denn da genauso
in etwa so wie ich.
Gehts dir da genauso,
wie gehts dir eigentlich?

Ging es nach mir, sollten wir
wieder öfter in den Himmel schauen,
denn manchmal fehlt es uns schon sehr
an Gelassenheit, an Vertrauen.
Die kleinen Dinge machen es schön,
auch wenn sie schnell vergehen.
Es ist gut Menschen lachen zu sehen

Denkst du da denn genauso
in etwa so wie ich
gehts dir da genauso
wie gehts dir eigentlich?
Sag wie gehts dir eigentlich

Ein Song, den ich erst auf dem Konzert wirklich „erkannt“ oder bewusst erlebt habe (und das, obwohl ich jedes Wort auswendig mitsingen konnte, ähem).

Wunderbaren Jahren:

In all den Wunderbaren Jahr’n in denen ich nur knapp, ja nur um eine Haaresspitze breit,
ich war wohl noch nicht bereit, daran vorbeigeschlittert bin,
mit geschlossenen Augen und eingesperrtem Sinn, mit einem Herz das wohl zu lang
auf Eis gelegen hat oder war’s die Gelegenheit, die gefehlt hat in all den Jahr’n…

Und dann noch ein paar genieß-Momente:

Applaus Applaus (ein Nerdybirdy-Sommerhit 2013, mit Wiedererkennungswert ^.^)

Willst du mal wieder mit dem Kopf durch die Wand
gibst du mir Helm und Hammer in die Hand

Wunder fragen nicht

[…]dass ich nie mehr vergess, dass alles möglich ist[…]

Festungen und Burgen – eins meiner liebsten am neuen Album, bei dem ich immer so sehr an jemanden denken musste, der mir mal näher stand als jeder andere.

Und nach mehrmaligem Hören hat sich auch „Es muss was Wunderbares sein“ von Schlagzeuger Flo in mein Ohr gespielt.

Das Wichtigste bei einem Konzert ist und bleibt für mich einfach das letzte Lied. Deswegen fand ich es immer ganz fürchterlich, wenn ich mal mit meinen Eltern irgendwo unterwegs war und mein Musik nicht soviel abgewinnen zu könnender Papa ist bei der letzten Zugabe mit uns abgerauscht, wegen Stau und so. Neinein – wer vor dem letzten Lied geht, hat das Konzert nicht verdient! (habe ich mal gelesen und muss ich zu 100 % unterschreiben).

Langer Rede, kurzer Sinn: Auf der guten Seite, ein Song, der sogar mal eine Sektion einer alten Website von mir betitelt hat, war ein würdiges Schlusslied.

Danke an die Sportfreunde, you made my day!!!

[Gewünscht hätte ich mir noch Heimatlied und Einmal Mond und zurück, aber man schreibt die Setlist halt nicht selbst ^.^]

 

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4 Gedanken zu “Wir sind auf der guten Seite!

  1. mah, das klingt echt nach einem uuuuurtollen Konzert! Freu mich voll für dich 🙂 hab mir grad „siehst du das genauso“ angehört – eeeeewig nicht gehört das Lied! Danke fürs Posten 🙂
    Das neue Album steht auch schon eine Weile auf meiner Wunschliste, allerdings die special Version weil ich die Akustik-Versionen von „Wunder fragen nicht“ und „Applaus Applaus“ so toll finde 😉
    Und ein Leben ohne die Sporties ist möglich, aber nicht lebenswert. Auch wenn ich sie mittlerweile seltener höre – es gibt so Tage, die sind eben Burli und die muss man laut anhören 😉

    • ja es war sooo toll! aber langsam lässt der hype nach 😦 hab gestern geschaut, es kommt im moment für mich echt nix nach wien 😦
      ich hab sie jetz ewig so wenig gehört, weil mir die letzten alben nicht mehr wirklich gefallen haben. aber das neue ist eigentlich wirklich super und auf denen davor verbirgt sich auch der eine oder andere schatz. manchmal muss man altes einfach wieder ausgraben 🙂

      • Ich hab zum Glück noch das Wovenhand Konzert im WUK sowie die Stones offen. Danach siehts aber auch schlecht aus mit Konzerten 😦 Hab mir eh grad gedacht dass das ein guter Grund wäre, mal wieder einen Städtetrip zu unternehmen und dort auf ein Konzert zu gehen. Muss nur noch das Geldbörserl mitspielen 😀
        Bei „Laut Anhören“ muss ich jetzt übrigens jedes Mal an mein geliebtes Klavier denken, dass ja immer noch bei meinen Eltern steht, dabei würd ich damit sooo gern meine Nachbarn „stören“ 😉

      • das is ja immerhin was! ich hab echt gaaar nix gefunden und war letztens wieder schwer schockiert über die neuen songs von the kooks und von mando diao 😦 anscheinend ist „meine“ musik einfach nicht mehr en vogue!
        haha das glaub ich dir! der stefan hat ja auch das klavier bei seinen eltern. wenn wir nur platz hätten 😦

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