Yeah, everything goes away | But I’m gonna be here till forever | So just call when you’re around

Musik ist grade präsent in meinem Alltag und Spotify ermöglicht es mir, mich neben dem Arbeiten gleichzeitig ein klein wenig dieser Leidenschaft zu widmen. Ich speichere zwischendurch immer mal wieder Neues ab, lasse es nebenbei durchlaufen und bleibe zu gegebenem Zeitpunkt dabei hängen.

Vor kurzem habe ich gesehen, dass du bereits ein zweites Kind hast. Dass du geheiratet hast. An dem Tag, an dem meine Schulter auf einmal wieder Probleme gemacht hat. Manche Zufälle sind… eigenartig.

Als ich dich das letzte Mal gesehen habe, wolltest du partout nicht heiraten, aus verschiedenen Gründen. Ich hoffe sehr, dass sich diese für dich in Wohlgefallen aufgelöst haben. Dass du vielleicht wieder ein bisschen glücklich bist. Auf den Fotos sehe ich immer noch die Schwere in deinen Augen, die sich damals, als der zweite große Unfall passiert ist, eingeschlichen hat. Aber vielleicht täusche ich mich? Ich wünsche es dir. Von Herzen.

Als ich heute zum X-ten Mal neben Indesign in diesem Lied geflossen bin, war es an der Zeit, genau hinzuhören. Gefühlt schreibt es ein bisschen von dir und mir.

All my life I’ve never known where you’ve been
There were holes in you, the kind that I could not mend
And I heard you say, right when you left that day,
Does everything go away
Yeah, everything goes away
But I’m gonna be here till forever
So just call when you’re around

Ich denke an dich, aber ich habe dich aus meinem Leben gehen lassen. Letzte Woche habe ich dir einen Brief geschrieben. Zum Abschied. Du wirst in bekommen. Bald.

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10 Gedanken zu “Yeah, everything goes away | But I’m gonna be here till forever | So just call when you’re around

  1. Echte, ehrliche Gedanken in Worte gefasst… Wow! Man spürt was beim lesen…
    Zu Radical Face muss ich nix mehr sagen ;-)) Schön das er bei Dir angekommen ist, das freut mich!
    Und ein ewiger Dank geht natürlich an Spotify, was für Möglichkeiten…
    Wünsch Dir ein schönes Wochenende (mit vieler toller, inspirierender musik)

  2. Seit Ewigkeiten eines meiner absoluten Lieblingslieder… 🙂 Ich kannte Radial Face schon, da kannte ihn bei uns noch niemand. Da gabs noch keine Nikon Werbung mit „welcome home“.
    Und zu dem Rest kann ich nur sagen: ich bin stolz auf dich. Und ich drück dich. Ganz vorsichtig aber dafür umso herzlicher. :-*

    • 🙂 dankeschön. Ja auch die besten freunde muss man manchmal gehen lassen, so wenig man es versteht und so sehr es auch schmerzt. Manchmal muss man loslassen um wieder frei zu sein, auch wenn es sich immer wie aufgeben anfühlt.

      • Hmm…. Ich seh das eher so: kein Mensch ist „ersetzbar“, weil ersetzen tu ich Sachen und nicht Menschen. Außerdem ist jeder Mensch so individuell, dass „ersetzen“ schon alleine deswegen für mich nicht passt, weil ich Menschen auch nicht „austauschen“ möchte und ich das Wort in dem Zusammenhang gleich noch weniger gebrauche. Aber ich weiß was du meinst und ausdrücken möchtest und mir fällt jetzt auch kein passenderes Wort ein 😀

      • eh nicht – ich hatte nur das „every end has a start“ so interpretiert, dass du gemeint hast, jedes ende birgt die möglichkeit für was neues und in dieser sache ist es halt irgendwie nicht so… so gemeint 🙂

      • Ich hatte es genau so gemeint. Hast du richtig erkannt 🙂
        Aber eben auch, dass jedes Ende etwas Neues, anderes, vielleicht sogar viel besseres bringt. Einen Neubeginn mit etwas, das uns im ersten Moment vielleicht gar nicht bewusst ist, weil wir noch so intensiv dem alten, bekannten nachblicken. Aber das Neue, ungewohnte kann genauso großartig sein. Weil jeder Mensch unterschiedlich ist. Unvergleichbar. So wie die Zeit, die Rahmenbedingungen und Lebenssituationen. Was in der Vergangenheit gut war muss nicht für die Gegenwart oder die Zukunft gelten. Jeder Tag bedeutet Veränderungen. Weil jeder Tag unterschiedlich ist. Ein Schritt nach vorne. Es ist gut gelegentlich zurückzublicken, aber annehmen müssen wir die Zukunft und leben in der Gegenwart. Und manchmal eben auch die Vergangenheit endgültig loslassen. Auch wenns schwer fällt, weils meistens auch richtig weh tut. Letztendlich befreit es uns und macht uns wieder empfänglich für all die schönen Gefühle. 🙂

      • Achso… Na wenn ich es richtig verstanden hab muss ich sagen, dass ich dem nicht pauschal zustimmen kann. Also ich finde es kommt sehr auf die Rahmenbedingungen an. Es gibt diese Menschen, die eine zeitlang da sind und einen begleiten und dann wieder gehen, weil sie in dem Moment wichtig waren und gepasst haben. Und wenn sie gehen gehen sie, weil die gemeinsame Zeit eben vorbei ist. Aber dann gibt es die Menschen, auf die man sein Leben lang gewartet hat. Und die aus Gründen verschwinden, die mit externen Dingen zu tun haben. Die aus welchen Gründen auch immer nicht im Leben bleiben können. Diese Menschen hinterlassen Lücken, die bleiben. Und die auch von etwas Neuem nicht gefüllt werden können. Weil sie eben keine Lebensabschnittsmenschen, sondern Lebensmenschen hätten sein sollen. Man muss sie gehen lassen und mit den Lücken Leben lernen. Aber man muss nichts Gutes darin sehen. Das ist wie mit dem Tod. Man muss akzeptieren, dass Menschen sterben aber man muss sich dabei nicht gut fühlen. Loslassen muss man dennoch, damit man selber wieder weitergehen kann. Der Verlust aber bleibt.

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