Avenged Sevenfold – So far away

Ich habe diese Phasen, in denen mir irgendwie niemand so richtig nahesteht. Das ist sicherlich meine Schuld und nicht die der anderen und zum Glück weiß ich, dass diese Zeiten auch wieder vergehen – schön ist das Gefühl dennoch nicht. In diesem Sinne, so far away – auch wenn in diesem Fall ich es bin, die weit weg ist und das Lied ursprünglich natürlich in einem anderen Kontext zu verstehen ist, passt es heute gut zur Stimmung.

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4 Gedanken zu “Avenged Sevenfold – So far away

    • ich weiß es nicht. ich bin dann unzufrieden, anspruchsvoll und nicht kompromissbereit. zumindest innerlich. ich ziehe mich zurück, weil ich meist von anderen nicht bekomme, was ich mir wünsche oder brauche. ich bin mir vielleicht näher als sonst, aber auf eine egoistische weise, die sich innerhalb eines sozialen gefüges nicht dauerhaft leben lässt.

      • Ui… das sind aber eine Menge Urteile, die da unterwegs sind *lach*

        Ich übersetze ‚anspruchsvoll‘ und ’nicht kompromissbereit‘ mal so, dass Du sehr in Kontakt mit Deinen eigenen Bedürfnissen bist. Sie sind Dir sehr präsent und Du bist nicht geneigt, Abstriche zu machen und über die Art der Erfüllung in Verhandlungen zu treten.

        Den ersten Teil finde ich total super. So etwas läuft bei mir unter Achtsamkeit für sich selbst und Selbstfürsorge/für sich einstehen. *applaudier*

        Der zweite Teil ist dann schon kniffliger… also: wenn ich ein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit habe und meine, dass es mir nur erfüllt wird, wenn Person X mit mir ins Kino geht. Dann kann es sein, dass ich total frustriert bin, wenn der dazu keine Zeit oder Lust hat. Dann kann ich auf meinem unerfüllten Bedürfnis sitzenbleiben und rumnölen, die Welt zum Teufel wünschen. Wenn ich nicht so gut drauf bin, ist so was bei mir Lieblingsstrategie: Alle sind doof… aber eigentlich bin ICH schuld 😉

        Kommt Dir das irgendwie bekannt vor?

        Ich bin ja seit einiger Zeit mit der Gewaltfreien Kommunikation unterwegs. Der Begründer hat mal folgendes in den Raum gestellt: „Bedürfnisse können universell erfüllt werden.“

        Das bedeutet: Wenn es EINER gerade nicht kann, dann kann es ein ANDERER. Wenn es KEINER kann, dann kannst Du es immer noch SELBST.

        (Das ist jetzt die Ultrakurzversion *lach*)

        Bedeutet: Ich brauche Aufmerksamkeit. Ich will mit X ins Kino, damit ich die bekomme. X kann/will nicht. Ich rufe Y an und gehe mit ihm ins Kino, oder Kaffeetrinken, oder… telefoniere einfach 1 Stunde. Oooooder… ich schenke mir selbst Aufmerksamkeit. Ich koche mir etwas Leckeres zum essen, stelle mir ein paar Blumen auf den Tisch, gehe in die Badewanne… bin mir selbst die beste Freundin.

        Meine Erfahrung damit: Wenn ich mich selbst umtüddelt habe, dann bin ich auf die anderen nicht mehr sauer. Ich bin mir selbst dankbar. Und ich kann ganz ohne Ansprüche in die nächste Begegnung mit X gehen, denn ich bin auch ohne ihn ’satt‘ geworden.

        Bei mir funktioniert das inzwischen ganz oft gut. Es entspannt mich sehr, nicht mehr diesen Erwartungsdruck zu haben, dass ANDERE unbedingt irgendetwas tun müssen. Und ich glaube, ein klitzekleinesbisschen entspannt es die anderen auch 🙂

        Es lebe der Egoismus! Ohne ‚Ich‘ könnte ich doch ‚Dir‘ gar nicht begegnen.

      • liebe cynthia, ja, so ist es. ich weiß, dass man immer zwei betrachtungsweisen hat, aber es kommt halt immer drauf an, wie man sich fühlt. und momentan fühle ich mich halt „nicht kompromissbereit“ und „anspruchsvoll“.
        ich gebe mir meist sehr viel mühe mit dem optimismus, von selber kommt der bei mir nämlich nicht. aber es gibt phasen, da muss ich diese mühe einfach mal loslassen und mich ein bisschen dem „grantler“ und „depridings“ in mir fügen.

        ich neige halt immer wieder dazu, ein bisschen wenig rücksicht auf mich zu nehmen, um in meinem sozialen umfeld zu funktionieren. das ist eine lange geschichte und ob das notwendig ist oder nicht schwer zu beurteilen, aber jedenfalls rutsche ich immer wieder in dieses muster und schaffe meist nur für eine gewisse zeit, es zu durchbrechen. irgendwann wird es mir zuviel und ich ziehe mich zurück. meist so lange, bis von außen wieder etwas kommt, das mich dazu motiviert, mein schneckenhaus zu verlassen.

        also diese strategie ist mir durchaus bekannt – liegt aber einfach daran, dass die wahrscheinlichkeit, dass alle doof sind, nur weil ich grad alle doof finde, relativ gering ist. das ist wie die sache mit den geisterfahrern 😉

        ja darum mein ich ja: ich bin grade dabei, mich um mich selber zu kümmern, weil andere nciht das tun, was mir guttut. führt aber dazu, dass cih mit vielen anderen eben grade nicht kann, weil es ein kompromiss ist, zu dem ich grade nicht so bereit bin. ich bin aber umso mehr sauer, weil es mich nicht zufrieden macht. weil ich grade gerne über themen reden würde und außer mir selber niemanden hab, dem ichs erzählen möchte. das ist nicht wirklcih befriedigend.

        aber wie geschrieben: ich kenne diese phase. ich habe das manchmal. meistens so einmal im jahr. manchmal lässts aus, manchmal öfter, dafür kürzer. es wird wieder vergehen. meist folgt danach dann ein superhappybeppi „das leben ist ja doch so toll und ich hab mir den ganzen frust nur eingebildet“ ding. also eh keine große sache 😉 nur halt nervig im moment.

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